Die Familie Dema benötigt dringend Baumaterial für ein einfaches Haus.
In den Randgebieten der Stadt Durres, die wir als Slums bezeichnen, weil dort geballt Armutsverhältnisse vorkommen, lebt die Familie Dema. Nur auf einem extrem matschigen Weg gelangt man zu dem Wohngebiet, wo auch diese Familie ihre Baracke hat. Nur durch knöcheltiefen Schlamm kann man zu diesem Platz waten. Die Realität übertrifft die bisherigen Erfahrungen und Vorstellungen von Armutsgebieten Albaniens.
Schon im Eingangsbereich des Grundstücks sind Rohre und verschiedene Utensilien von Müll umhüllt, um sie zu schützen. Die Baracke selbst ist ein einziger Müllhaufen mit einem Eingang (Foto).
Da das Wetter sehr stark wechselt, von Hagel über starke Regengüsse bis zu Sturmböen ist alles vorhanden, werden die Baracken mit möglichst viel Müll bedeckt, um den Innenraum möglichst trocken zu halten. Die Oma der beiden kleinen Buben führt uns zu dem „Haus“ ihrer Tochter. Das größere Kind Sabjan Dema, 4 Jahre alt, läuft uns barfuß auf dem nassen Lehmboden entgegen.


Familie Hyseni kam vor sieben Jahren von den Bergen in Fushe-Arrez, Albanien nach Durres. Der Vater ist verstorben. Die Mutter wohnt mit ihren drei Kindern in einer Mietwohnung in der Stadt. Die Familie bekommt eine kleine Sozialhilfe, die aber für den Lebensunterhalt nicht ausreicht. Arlindas Mutter arbeitet als Putzfrau auf der Universität, doch der miminale Lohn deckt gerade die Kosten der Mietwohnung. Arlinda ist gesund und ist eine gute Schülerin. Sie geht gerne in die Schule und lernt fleißig. Das junge Mädchen träumt davon, nach dem Schulabschluß Theater und Schauspiel zu studieren.
Sr. M. Roswitha aus Tirana, Albanien berichtet: 
Dringender Notruf aus Albanien:
„Die Not dieser Familie bewegt uns sehr: Die Mutter Baftie hat sich, nachdem sie von allen Behörden und Einrichtungen abgewiesen wurde, an uns um Hilfe gewandt. Sie hat 3 Söhne und 4 Töchter (2 davon wohnen nicht mehr daheim), der Vater ist vor 4 Jahren gestorben. Zwei Söhne sind verheiratet und haben wieder jeweils 2 Söhne, auch sie wohnten, wie es in Albanien üblich ist, zusammen mit ihrer Mutter und den anderen Geschwistern in dieser Hütte, zusammen also 12 Personen. Sejdi, der jüngste der Enkelsöhne ist 9 Monate alt und leidet an Blutarmut und hat eine Infektion im Auge (siehe Foto links, oben: Vater und Sohn). Ein besonderes Elend ist auch noch, dass eine Schwiegertochter und ein Sohn an Epilepsie leiden.